Brustvergrößerung

Es gibt viele Frauen, denen ihre Brust zu klein ist. Teilweise führt dies sogar zu psychologischen Problemen. Eine Schätzung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie geht von rund 20.000 Brustvergrößerungen jährlich in Deutschland aus. Die Tendenz ist steigend.

Allgemeine Informationen

Bei einer Brustvergrößerung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Es sind vor allem die Implantate und das Eigenfett. Das Einsetzen der Implantate steht hierbei an erster Stelle. Da es sich um eine Operation handelt, ist die Wahl des Arztes von entscheidender Bedeutung.

Arztwahl

Hat sich eine Frau zu diesem Schritt entschlossen, geht in jedem Fall eine Beratung voraus. Diese sollte sie nutzen, um zu prüfen, wie seriös der Arzt und seine Praxis sind. Das beginnt bei dem optischen Eindruck, der Hygiene und der innovativen Technik. Im Gespräch mit dem Arzt wird sich schnell herausstellen, ob es sich um einen Experten oder eher um einen „Pfuscher“ handelt. Sobald eine Frau nicht von der Wahl des Arztes überzeugt ist, sollte sie die Suche nach einem Facharzt fortsetzen.

Typen von Implantaten

Der Arzt beginnt seine Beratung mit der Wahl der Implantate. Es sind Medizinprodukte, welche dem Medizinproduktgesetz unterliegen. Dieses gibt vor, welche Qualität und Sicherheitsmerkmale erfüllt sein müssen. Die Hülle der Implantate wird aus Silikon gefertigt, während die Füllungen aus Silikongel oder physiologischer Kochsalzlösung bestehen. Sollte wirklich einmal ein Implantat auslaufen, erweist sich die physiologische Kochsalzlösung, da sie vom umliegenden Gewebe ohne Probleme aufgenommen wird, als sicherer. Bezüglich des Volumens sind die mit Silikongel gefüllten Implantate vorteilhafter. Das Volumen variiert zwischen 80 und 800 ml. Gemeinsam mit dem Arzt wird entschieden, ob die symmetrische runde Form, die ovale Form oder die Tropfenform am günstigsten ist.

Vorbereitende Maßnahmen

Die Verhaltensweisen an den Tagen vor der Operation werden mit dem Arzt besprochen. Am OP-Tag darf 6 Stunden vor den Eingriff nichts mehr gegessen und 2 Stunden zuvor nichts mehr getrunken werden. Die Operation selbst dauert 60 – 90 Minuten.

Postoperative Maßnahmen

Im Anschluss an die Operation ist eine Nacht zur Beobachtung die Regel. Am nächsten Tag wird durch den Arzt die Position der Implantate geprüft und eine Wundversorgung vorgenommen. Wunddrainagen können oft schon entfernt werden. Die meisten Fäden lösen sich von selbst auf, sonst werden diese, je nach dem Material der Fäden, nach etwa 10 Tagen gezogen. Der Verband wird nach 2 – 3 Tagen entfernt und durch einen medizinischen Büstenhalter ersetzt. Dieser ist dann ungefähr 6 Wochen zu tragen. Die Brüste müssen, um den Erfolg der Operation nicht negativ zu beeinträchtigen, mindestens 2 Monate lang geschont werden. Nur in Maßen sind daher körperlich schwere Arbeiten, Sex und Sport erlaubt. Der endgültige Erfolg der Brustvergrößerung ist nach einigen Monaten sichtbar.

Risiken Brustoperation

Die Risiken bestehen in einer Infektion oder einer schlechten Wundheilung. Ansonsten unterscheiden sich diese nicht von anderen Operationen. Genauere Informationen gibt der Arzt dem Patienten beim ersten Beratungsgespräch. Häufig finden sich auch Informationen dazu auf der Webseite der einzelnen Ärzte, wie hier z.B. von Dr. Kümpel in Berlin.

Kosten

Die Kosten für eine Brustvergrößerung sind etwa 4.000 Euro bis 7.000 Euro. Liegt eine medizinische Indikation vor, werden diese Eingriffe von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Doch es gibt neben der Brustvergrößerung nach einer Brustamputation weitere Gründe, die eine OP rechtfertigen. Deshalb ist vor der Behandlung die Entscheidung der Krankenkasse abzuwarten. Vorwiegend sind es jedoch reine ästhetische Behandlungen, welche die Patientinnen selbst zahlen müssen.